Konjunkturprogramm Gratiskindergarten?

Konjunkturprogramm Gratiskindergarten? In Zeiten der Krise heißt die Parole der Politik Arbeitsplätze und Jobs schaffen. Dafür buttert Österreich, aber auch das Land Salzburg, Milliarden Euro in die (Bau)wirtschaft. Bei einem anderen Projekt – dem Gratiskinderkarten – zählen solche Argumente nicht. Da sieht man Arbeitsplätze eher als Belastung.
"Wir werden mit 3.000, 3.300 betreuten Kindern rechnen müssen, die dazukommen, wenn wir den Gratiskindergarten anbieten", sagt Eberle. "Das bedeutet 300 neue Gruppen, die entstehen werden und - da bin ich sehr ehrlich - das bedeutet 450 bis 500 neues Personal."
(Doraja Eberle/ 7.10.2009)

450 – 500 dauerhafte Arbeitsplätze. Welche Baustelle eines Männertraumes, welche Arbeitsstiftung kann so etwas leisten? Also warum sieht man die Einführung einer Gratis-Kinderbetreuung im Bundesland Salzburg nicht einmal unter Aspekt der Arbeitsplatz(be)schaffung. Ich kann mir nur einen Grund vorstellen: Es handelt sich dabei (oftmals um Teilzeit)Jobs für Frauen, die zu dem auch noch längerfristig und für Gutausgebildete sind.

Nebenbei kann ich dem Argument von Städte- und Gemeindeseite wenig abgewinnen, dass sie die bestehenden Betreuungsstätten ausbauen oder sogar neue bauen müssten. Sind das Baustellen 2. Klasse? Wird die Bauwirtschaft nur angekurbelt, wenn man eine Umfahrung baut? Ach eines habe ich vergessen: Unsere Kinder haben keine Umwegrentabilität. Sie sind nämlich direkt unsere Zukunft!

Foto