Ein Kreuz mit dem Kreuz!

Ein Kreuz mit dem Kreuz!
Also sprach der Faymann: „Das Kreuz bleibt in der Klasse. Niemand kann unser Konkordat mit dem Vatikan auflösen. Sollte Gefahr drohen, dass die Kreuze durch Klagen bei Gericht verboten werden, wäre ich dafür, die Konkordats-Regel zum Kreuz in den Schulklassen in die Verfassung aufzunehmen.“
Ein Wort zum Sonntag, ein Versprecher oder ernst gemeint. Ich weiß, dass diese emotionale Debatte unser Land spaltet und ich bin weder ein „Kreuzritter“, der meint das Wohl der Kinder sei gefährdet, wenn ein Gaubenssymbol in einer Schulklasse hängt. Weder will ich alle Symbole (auch Politikerbilder) aus Klassenräumen verbieten. Ein Nation und Land definiert sich über Werte, Sprache, gemeinsame Loyalitäten und gemeinsame Ziele. Jedoch können diese Werte neu und modern interpretiert werden. Wenn der Glauben jemanden Kraft und Identität spendet, dann ist mir das recht. Ob jemand an Gott, Allah oder Buddha glaubt. Jedem seine Religion, wenn er damit Kraft schöpft. Das ist eine sehr persönliche Entscheidung und hier will ich nicht, dass sich der Staat groß einmischt. Andererseits gehört für mich ganz persönlich nicht das Kreuz (und nur das Kreuz) zu unserer Leitkultur. Werte wie Familie, Glauben oder Zusammenhalt können auch von Nicht-Katholiken interpretiert werden und wir dürfen keinesfalls davon ausgehen, dass ein Glaubenssymbol in einer Schulklasse das verbessert oder verschlechtert. Hart gesagt: das Konkordat in die Verfassung, heißt das katholische Christentum wird zur Staatsreligion. Damit befinden wir uns auf dem Weg zum Gottesstaat.

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