Politcamp 2010 - mein Fazit

Politcamp 2010 - mein Fazit Dieses Wochenende besuchte ich das Politcamp 2010 in Berlin und es juckt mich kurz meine Eindrücke zusammen zu fassen: Das wohl spannendste sind die viele neuen Menschen, die man bei so einem Barcamp „real“ kennen lernt.
Von ihnen erfährt man viele neue Themen (liquid democracy) und viele interessante Projekte (next hamburg). Das Internet erleichtert es, mit ihnen in Kontakt zu bleiben und mann kann Ideen und Denkanstösse mit nach Österreich nehmen. Interessant ist, dass man als Österreicher am Politcamp ein Freak war und wohl immer bleiben wird. Irgendwie juckt mich die Idee so etwas in Salzburg für Österreich zu organisieren. Gibt es Gleichgesinnte hier?

Denn eines ist sicher: Ein so professionelles Camp, wie das in Berlin kann man nur mit einem coolen Team auf die Beine stellen. So wie das Valentin Tomaschek mit seinen „Mannen“ gelungen ist. Dafür danke und ich freue mich auf 2011! Finde die wenige negative Kritik die jetzt kommt ein wenig überzogen. Wir Österreicher würden sagen: Das übliche "Gesudere"!

Was ist mir sonst noch aufgefallen:
viel Twitter: Es wird nicht mehr über Twitter geredet, sondern einfach getwittert.
Spass und Humor ist die Sache der Deutschen nicht: Auch wenn viel gelacht wurde, meinen Österreichischen Witz (und Esprit) verstehen die „Piefkes“ nicht inmer.
Deutschland ist uns einen Schritt voraus: Während bei uns noch immer über „Web-Tools“ diskutiert wird oder diese noch nicht einmal angewendet werden. Geschweige den verstanden, geht die Diskussion in D schon einige Schritte weiter: Die Fragen drehen sich darum, wie die (politische) Kultur sich durch neue Möglichkeiten verändert hat. Und weiters: die Politik hat bereits reagiert. So gibt es die Möglichkeit der „ePetition“ an den Bundestag. Anscheinend haben das bereits 800.000 Menschen genutzt.
Mit den „Piraten“ gibt es eine politische Kraft, die für andere Parteien sicher nicht gewinnbar sind, aber den Diskurs vorantreiben und dadurch Dynamik in die „Netzpolitik“ bringen.

Fazit:
Für mich war es einfach ein tolles Wochenende in einer tollen Stadt und ich freue mich auf ein Politcamp 2011, bei dem es mir hoffentlich gelingt, dass mich mehr aus Salzburg begleiten, damit die Österreichische "Freakshow" größer wird.

Einer der wenige negativen Erscheinungen, was das Chili con Vegie am Sonntag Mittag. Ich als passionierter Fleischesser musste unter Fleischentzug (und zuviel Koriander) leiden, aber das verkrafte ich.